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Reportage zum Schulsanitätsdienst-Wettbewerb des JRK Göttingen-Northeim

Erlebnisse der ‘Pinguin‘-Sanitätsgruppe im Jahr 2006

(Text: Juliane Tiedt; Henning Zanetti/Fotos: Henning Zanetti)

Los gehts!

Leonie Ernst (9) weiß ganz genau, warum sie bei der Erste-Hilfe-AG der Mittelberg-Schule in Groß Ellershausen mitmacht: “Es ist ja wohl wichtig, anderen zu helfen, wenn sie nicht mehr können.” Deshalb nahm die Gruppe der „Pinguine“, bestehend aus fünf Schülern der vierten Klasse der Mittelberg-Schule auch am zweiten Schul-Sanitätsdienst-Wettbewerb des DRK-Kreisverbandes Göttingen und des Jugendrotkreuz Göttingen teil, der am Samstag, den 11. September, im Otto-Hahn Gymnasium in Göttingen stattfand. Die Gruppen in verschiedenen Altersklassen mussten zahlreiche Stationen durchlaufen und dabei beweisen, was sie im Bereich Erste Hilfe so „drauf haben“.

Skateboardsturz

Die ganz Kleinen waren mit Spaß bei der Sache. Die Pinguine (Altersgruppe 9 bis 10) durchliefen die Stationen mit Begeisterung. Und nicht alles war einfach. Bei Station 8 mussten die Kinder einer verletzten Skateboardfahrerin Hilfe leisten und lernten gleich dazu, was sie im wirklichen Leben noch besser machen können: Beim Umgang mit blutenden Wunden trägt man am besten Handschuhe und einen Verletzten sollte man nicht auf dem kalten Boden liegenlassen. Aber nicht nur das Lernen stand im Vordergrund der Veranstaltung, sondern vor allem der Spaß an der Sache. So gab es auch Stationen wie den „Domino Day“, wo es allein darauf ankam, möglichst viele Dominosteine umzuschmeißen. Auch hierbei waren die Pinguine natürlich Feuer und Flamme. Eifrig planten sie, wo man die Dominosteine am besten aufbauen sollte und meisterten diese Aufgabe mit Bravour.

Stabile Seitenlage

Besonders beeindruckten die Schüler der Mittelberg-Schule aber bei Station sechs, wo sie es gleich mit zwei „Verletzten“ zu tun hatten. Zwar gab es Schwierigkeiten mit der stabilen Seitenlage, doch DRK-Ausbilderin Marianne Wohlfahrt war begeistert von den Viertklässlern, die immerhin bisher nur 6 Stunden Unterricht in Erster Hilfe bekommen hatten. „Das habt ihr wirklich ganz toll gemacht.“ 

Bei Station fünf lernten die Kinder spielend, welche Geräte zur Ersten Hilfe es  gibt. Dort mussten sie nämlich durch Schütteln erraten, welche Gegenstände der Ersten Hilfe sich in verschiedenen Kästen befanden. So mussten Erste-Hilfe Materialen wie eine Beatmungsmaske und ein Dreieckstuch erkannt werden. Beim Raten gab es dann ein ziemliches Durcheinander. „Hier ist bestimmt das Pflaster drin“, „Nein, ich glaube eher hier!“, riefen die Kinder durcheinander. Mit Hilfe ihrer Begleiterin Franziska Galenschowski, der Mutter eines der Teilnehmer, konnten sie aber auch diese Aufgabe gut bestehen.

Herzinfarkt beim Schiedrichter

Einen Schrecken bekamen die Kinder dann bei der nächsten Station. Während sie mit dem Erste-Hilfe-Test beschäftigt waren, kippte plötzlich DRK-Schiedrichter Walter Drönner um. Mit dieser Situation gingen die Pinguine findig um, indem sie die „Großen“ um Hilfe schickten und selbst den offensichtlich herzkranken Schiedsrichter betreuten. Beinahe hätte man bei dieser Prüfung denken können, dass Herr Drönner wirklich zusammengebrochen war.
Nach diesem Schreck wurde der Test gemeinsam mit Mitarbeitern des Roten Kreuzes durchgesprochen, so dass die Kinder der Mittelberg-Schule einiges dabei lernen konnten. Beispielsweise wurde ihnen gezeigt, wie sie einem Verletzten am einfachsten eine Decke unterlegen können, ohne dass er selbst sich viel bewegen muss.

Ziel erreicht

Das Ziel, Kindern die Erste Hilfe näher zu bringen, wurde mit diesen Aktionen sicherlich erreicht. Leonie Ernst, Julia Herbst, Jannik Peinemann, Armin Morgenstern und Simon Galenschowski jedenfalls waren mit vollem Einsatz dabei, hatten Spaß und auch noch allerlei Neues gelernt. Belohnt wurde Ihr Einsatz dann auch mit dem zweiten Platz in der Altersgruppe der Grundschüler. JRK-Leiter Christian Vogel überreichte der begeisterten Pinguin-Gruppe die Siegerurkunden und Pokale. Freuen konnte sich die Pinguin- Gruppe derweilen auch für ihre Mitschüler, denn die Eisbären-Gruppe der Mittelberg-Schule erreichte mit knappem Vorsprung den ersten Platz.

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